E Bike: Entwicklung und Vorteile

posted am: 14 September 2022

Ein Elektrofahrrad wird gebräuchlich als E Bike bezeichnet. Bereits vor dem Jahr 1900 existierten erste Prototypen von einspurigen Fahrzeugen mit Elektroantrieb, welche nach heutiger Definition als Elektrofahrräder bezeichnet werden können. Dennoch hat es mehrere Jahrzehnte gedauert, bevor es dieser Fahrzeugtyp zur Serienfertigung geschafft hat. Ein solches Fahrrad wurde zunächst in den 1980-er Jahren konzipiert und im darauffolgenden Jahrzehnt realisiert. Es nahm anschließend mit Erfolg an einem bekannten Rennen teil. Der Prototyp wurde speziell für dieses Rennen zusammengebaut, an dem diverse mit Solarstrom betriebene Fahrzeuge teilnahmen. Etwa zur selben Zeit, Anfang der 1990-er Jahre, entwickelte und vermarktete ein anderer Hersteller eine eigene Variante des elektrischen Rads, die es schnell zur großen Popularität geschafft hat. Ein weiterer entscheidender Schritt in der Geschichte der E-Bikes stellte der Einsatz von Lithium-Batterien Mitte der 2000-er Jahre dar. Der neue Akku-Typ sorgte dafür, dass die Fahrräder kleiner, leichter und pflegeleichter wurden.

 

Ursprünglich sprach man von einem Unterschied zwischen den verschiedenen Fahrrädern. Das eine galt als ein Fahrzeug, das rein strombetrieben anspringen und fahren kann, ohne dass das Treten des Fahrers zwingend notwendig ist. Wiederum galt das andere, sowohl fürs Zuschalten als auch fürs eigentliche Fahren, das Treten des Fahrers als unabdingbar. Inzwischen verschmilzt jedoch diese Abgrenzung komplett. Denn bei beiden Fahrzeugtypen kommen Systeme zum Einsatz, welche sowohl ein autarkes als ein durchs Treten unterstütztes Anspringen und Fahren ermöglichen. Die Hersteller und Händler selbst halten sich inzwischen auch nicht mehr an diese Definition.

 

Elektrofahrräder ermöglichen das Fahren mit einer höheren Geschwindigkeit im Vergleich zum herkömmlichen Fahrrad; im Vergleich zu motorisierten Fahrzeugen bietet ein E Bike eine nahezu emissionsfreie Alternative. Auch die Schallemission, das heißt die Lärmbelästigung des Straßenverkehrs, ist nahezu unbedeutend gering. Lediglich die höheren Anschaffung- und Wartungskosten im Vergleich zum herkömmlichen Fahrrad können als Nachteil angeführt werden. Die Stromkosten für den Betrieb des Elektrofahrrads sind ebenfalls vergleichsweise äußerst gering im Vergleich zu benzin-, diesel- oder gasbetriebenen Fahrzeugen. Aktuell liegt die durchschnittliche Reichweite der auf dem Markt erhältlichen Elektrofahrräder bei 40 bis 120 Kilometer, die mit einer Ladung gefahren werden können, ohne dass das E Bike zwischenzeitlich geladen werden muss. Faktoren wie Reifendruck, Steigung, Fahrergewicht spielen dabei selbstverständlich ebenfalls eine Rolle. Die Leistung der Batterie hängt zudem von der Tatsache ab, ob die Strecke mit oder ohne unterstützendes Treten des Fahrers gefahren wird.

 

Die Kapazität der heute marktüblichen Elektrofahrräder-Akkus wird im Schnitt mit 500 Zyklen angegeben. Dies bedeutet, dass im Laufe von 500 volle Auf- und Entladungen die Kapazität langsam nachlässt, bis es nach Erreichen dieser Zyklenanzahl voraussichtlich zu einer deutlichen Abnahme der Kapazität kommt, die einen Akkutausch notwendig macht. Inzwischen ist dennoch bekannt, dass die richtige Art zu laden die Lebensdauer erheblich beeinflussen kann. Etwa vollständige Auf- und Entladungen vermeiden; im Falle einer längeren Nichtbenutzung den Akku nachladen, jedoch auch nur bis eine Kapazität von 50 bis maximal 80 Prozent erreicht wird.

 

Gerne können Sie weitere Informationen zu diesem Thema beispielsweise auf der Webseite der DNS Future GmbH einsehen.

 

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